Frühling 2007
(aktuell)


Dienstag, 14.11.06,
(9. Clubabend, Archiv)



Dienstag, 12.9.06,
(8. Clubabend, Archiv)


 

Dienstag, 11.7.06,
(7. Clubabend, Archiv)



Dienstag, 9.5.06,
(6. Clubabend, Archiv)


Donnerstag, 16.3.06,
(5. Clubabend, Archiv)

Dienstag 10.1.06,
(Clubabend 4, Archiv):

Luzie Herzberg

Dienstag, 13.12.05,
(Clubabend 3, Archiv):

Freaks

Vino dei Brutti

Dienstag 15.11.05:
(Clubabend 2, Archiv)

 


Der Club ist in der Frühlingspause.

Deutschland sucht zwar schon wieder ein "Supermodel" - aber wen interessiert das schon? Uns nicht! Der Club der Hässlichen hat gezeigt, dass es auch eine Welt jenseits der langweilig-glatten Oberfläche gibt. Neun mal in eineinhalb Jahren. Soviel schafft unser italienischer Freundesclub in neun Jahren. Und deswegen sind wir ein wenig Stolz auf die Wellen, die wir bisher geschlagen haben. Aber auch ein bisschen (frühjahrs-)müde. Also, liebe Site-Surfer: Gebt uns eine kleine meditative Pause. Wir denken mal nach, wie es weitergehen soll. Und melden uns spätestens zum Sommer wieder zurück. Wie immer mit Unterstützung der Ponybar. Wer die Zeit dazwischen nutzen will, kann ja mal in unser Buch "Herrlich hässlich" gucken. Oder einfach die nächsten Wochen ohne Schönheits-Stress genießen.

Oscar Wilde and the ugly side of life. (Archiv)

Angezogen von der Magie der Ästhetik und gleichzeitig angewidert von den hohlen Versprechungen des Nur-Schönen, Glatten und Verlogenen: so könnte man Oscar Wildes Hassliebe bezeichnen. Mark Lyndon, ein englischer Schauspieler in Hamburg, las uns Texte des großen Spötters in der Originalfassung. Zunächst "Work is the curse of the drinking class", eine Sammlung von Wildes Gedanken, die so lustig ist, dass man das Gift erst später im Mund schmeckt. Danach dann das Märchen "The Happy Prince". Spätestens bei der Zeile "As he is no longer beautiful he is no longer useful" konnte man sein Tempotaschentuch ziehen. Mark Lyndon trat exklusiv mit diesem Programm für den Club der Hässlichen auf die Bühne.

Alle Websurfer, die auf www.clubderhaesslichen.de den Hässlichkeitscheck gemacht haben, wissen, welcher Körperteil die meiste Aufmerksamkeit bekommt: der Bauch. Wir wollten mal sehen, warum er so schlecht wegkommt - und zeigten ihn dem Fotografen Dirk Hasskarl. In seiner Expressgalerie 2.0 hält er Bauchnabel und Co. mit seiner Spiegelreflex fest und präsentiert eine Stunde später die "Bauchlandschaft" via Beamer: Expressgalerie 2.0

Von der Schönheitsformel, dem Sexy-Gesicht und der Liebe. (Archiv)

Wie Forscher sich das perfekte Gesicht auf den Computermonitor morphen. Warum Miss America ein Taillen-Hüften-Verhältnis von 0,7 haben sollte. Und warum hässliche Kinder weniger geknuddelt werden als attraktive. All das und mehr beantwortete der Wissenschaftsautor Ulrich Renz. Er hat in seinem Buch "Schönheit - Eine Wissenschaft für sich" den aktuellen Stand der Forschung gesammelt und konnte uns erzählen, wo in Zeiten des Skalpell-Diktats noch die Liebe bleibt. Ein spannender Vortrag mit Fotos und Diskussion - exklusiv für den Club der Hässlichen.

Alle Websurfer, die auf www.clubderhaesslichen.de den Hässlichkeitscheck gemacht haben, wissen, welcher Körperteil die meiste Aufmerksamkeit bekommt: der Bauch. Wir wollen mal sehen, warum er so schlecht wegkommt - und zeigen ihn dem Fotografen Dirk Hasskarl. In seiner Expressgalerie 2.0 hält er Bauchnabel und Co. mit seiner Spiegelreflex fest und präsentiert eine Stunde später die "Bauchlandschaft" via Beamer.

The circus of horrors - "unbestreitbar bizarr". (Archiv)

Time out, das Kulturmagazin aus London, hält diesen Film für einen der übersehenen Klassiker des britischen Kinos. Und tatsächlich: Der 1960 von Regisseur Sidney Hayers in Szene gesetzte, strahlend farbige Streifen kann in einem Atemzug mit den Hammer-Produktionen genannt werden. Unter dem deutschen Titel "Der rote Schatten" (manchmal auch "Der Narbenteufel") erzählt der Film die Geschichte eines sadistischen Schönheits-Chirurgen, der vom Tempel der Schönheit träumt. Leider muss sich Dr. Schueler nach Frankreich absetzen, nachdem er einer Dame der besseren Gesellschaft das Gesicht ruiniert hat. Hier schlüpft er in einem Zirkus unter und schnippelt sich weiter durch die Lande. Seine Show der operierten Stars wird berühmt - bis sich die Todesfälle häufen und die Polizei misstrauisch wird…

Der Club der Hässlichen präsentierte mit freundlicher Unterstützung von Anolis-Film und dem Filmgarten Hamburg dieses pralle Krimi-Horror-Drama (in deutscher Synchronisation). Wenn heute im Vorabend-Programm die weißbekittelten Fettabsauger und Brustvergrößerer schon zu Serienhelden gemacht werden, ist es mal Zeit, die dunklen Seiten der Zunft zu zeigen. Etwas plakativ, zugegeben. Aber sehr unterhaltsam. Wie gehabt in unserer Reihe "Die hässliche Leinwand" gab es wieder eine kurze filmhistorische Einführung.

"Zu weit draussen" - Ein Leben nach dem Unfall (Archiv).

Jan Grahn öffnet seine Augen und sieht die Ärzte um sein Bett herum stehen: "Es sei ein Wunder, sagten Sie, dass ich überhaupt noch lebte. Mit achtzig Prozent Verbrennungen könnte man normalerweise nicht durchkommen. Ich hatte nicht den Eindruck, dass ich durchkam. Ich konnte atmen, mehr nicht."

In schnörkellosen Worten lässt der Autor Johannes Groschupf seine Romanfigur durchleben, was ihm selbst widerfahren ist. Groschupf, der nach einem Helikopterabsturz in Algerien schwere Narben am Körper zurückbehielt, beschreibt die Wege nach dem Unbeschreiblichen. Der Club der Hässlichen freut sich, den Berliner Schriftsteller zu einer Lesung aus seinem Debüt "Zu weit draussen" gewinnen zu können.
 

"Autopsie - Wie sehe ich aus?" Schönheitskulte und Körperbilder (Archiv)

Der Club der Hässlichen traf sich zum 5. Mal: in der Galerie 14 Dioptrien . Zusammen mit der Galeristin Nicole Schwarzbauer präsentierten wir Werke von Künstlern und Wissenschaftler zum Thema "Schönheit und Hässlichkeit". Autopsie: selber sehen. Aber wie geht das in einer Welt, in der vorgestanzte Bilder herrschen, wo virtuelle Schönheiten und magere Models, abgesaugte Hüften und faltenfreie Renter immer mehr den Ton angeben?

Dirk Hasskarl präsentierte die Ergebnisse seiner Expressgalerie: Besucher und Mitglieder des Clubs der Hässlichen, die sich so zeigten, wie sie sind. Zitate von Schönheitschirurgen, Märchenerzählern, Philosophen und Schauspielern aus dem Buch "Herrlich hässlich" lassen ahnen, wie vermint das Themengelände ist.

Nora May Klumpp, junge Künstlerin aus Hamburg und Wahl-NewYorkerin stellte aktuelle Werke aus. So zum Beispiel "Veins", ein Video, dass unter die Haut schaut. Außerdem Skulpturen, die virtuellen Arbeiten "Are you real?" und "Joana" sowie Arbeiten auf Papier, auf denen Muttermale zu Sternbildern umgedeutet werden.

Dr. Annamaria Rucktäschel, Professorin an der Universität der Künste Berlin, hielt einen Vortrag zum Thema "Schönheitswahn": Frau Prof. Rucktäschel zeigte, warum das Leitbild Schönheit uns dazu treibt, Nervengift ins Gesicht zu spritzen und was nach dem letzten Tabu Sexualität auf uns wartet.

Die Hamburg Media School präsentierte einen Kurzfilm der jungen Regisseurin Alex Schmidt. "Der Dow Jane Index" erzählt die Geschichte einer Verkäuferin, die drei Frauen begegnet, die gerade einem Magazin entstiegen sind.

Eine Gratwanderung zwischen Romantik und Schönheitschirurgie. (Archiv)

Luzie Herzberg hatte Mut: Sie suchte die wahre Schönheit und fand den schönen Schein . Sie sang in bester Friedrich Hollaender Tradition vom Egon seiner schmutzigen Phantasie und blätterte im Tagebuch der pflegebewußten Frau. Der Club der Hässlichen präsentierte Lieder und Zwischentöne aus Luzies aktuellem Bühnenprogramm.

Außerdem: Unsere Expressgalerie wuchs! Dirk Hasskarl konnte den 100. Gast der Expressgalerie shooten.

"Die hässliche Leinwand": Der Club startete Filmreihe (Archiv)

Wir hatten Hamburgs Cineasten in den Keller geschickt, um die besten Klassiker zum Thema "Schön und hässlich" zu entstauben. Und das hatten sie uns mitgebracht: - eine Leinwandlegende von 1932. In Zusammenarbeit mit dem Filmgarten Hamburg zeigten wir euch am 13.12. die Geschichte der schönen Tänzerin Cleopatra, die versucht, die hässlichen Artisten eines Wanderzirkus’ auszutricksen. Doch Harry, der Kleinwüchsige, Olga, die Bärtige, Michael, der Nadelkopf und ihre "andersartigen" Freunde schlagen zurück. Spannend, authentisch, mutig. Ein Muss. Harald erhellte euch die wilde Entstehungsgeschichte des Films, bevor das Licht aus- und der Beamer anging.

Soviel schöne Hässlichkeit wollten wir feiern. wurden geköpft und mit euch in Wasser verwandelt. Lele Iacobelli, der Präsident des Club dei Brutti persönlich, hatte uns den Wein in Italien geschenkt. Außerdem: Dirk Hasskarls brutzelte über den Beamer.

Der „Club der Hässlichen”, Teil 2 (Archiv)

Nach dem Erfolg unserer Gründungsveranstaltung am 4.10.05 luden wir alle Hässlichen, Neugierigen und Schönheitsterrorgeplagten wieder ein.

Es gab Gäste, die was zum Thema Schönheit und Hässlichkeit zu sagen hatten: Die Therapeutinnen Ingrid Alexander und Eva Gebhart-Kirchner psycho-analysierten die Lage der Nation.

Dann hieß es: Bühne frei für Bauchtanz, der diesen Namen noch verdient (nicht Beckenknochen-Tanz). Madame 1000 & 1 Volt sorgte mit rotierenden Hüften und blinkenden Lämpchen für Aufregung. Sie hatte außerdem den Trash-Film "Schlank" dabei - ein No-Budget-B-Picture von Katrin Aust, der Ehefrau des Spiegel-Machers. 5 Minuten schillernde Leinwand!

Klara Koch , loses Mundwerk mit den Stand-up-Comedians Heino Trusheim und Katja Kurz im Schlepptau, berichteten aus dem rückenbehaarten Alltag und gewährten Einblick in die schweisstriefende Welt der Fitness-Studios.

Schönheit gab es auch im Club der Hässlichen: The Beauty of o.k. , Indie-Pop-Kapelle mit Hang zu melancholischen Melodien ließen euer Trommelfell zart auf den Ohramboss pochen.

Die Expressgalerie von Fotograf Dirk Hasskarl ging weiter; das Prinzip blieb das gleiche: Ihr lasst euch ablichten und seid noch am selben Abend Teil unserer Beamer-Galerie.

DJs Clark Ken und Tschu sandten anschließend den Funk in eure Hüftknochen - Tanzen bis die hässlichen Knochen knacken.